Hüftschwünge unter (Aktuelle Nachrichten) Palmen
Thursday, October 2nd, 200850 Jahre Nasa: „Zurück zum Mond, zum Mars und darüber hinaus“
An diesem Mittwoch vor 50 Jahren wurde die Nasa ins Leben gerufen - als Antwort auf die Sputnik-Mission der damaligen Sowjetunion. Die amerikanische Raumfahrtbehörde hat viele historische Erfolge gefeiert, aber auch fatale Rückschläge hinnehmen müssen. Eine Chronologie zum Geburtstag.
Der Dichter Friedrich Schiller ist seit mehr als 200 Jahren tot. Die Gebühreneinzugszentrale hielt das nicht davon ab, ihn zur Zahlung seiner Rundfunkgebühren aufzufordern. Hätte sie nicht wissen müssen, dass Schiller weder Fernseher noch Radio haben konnte. Und wann muss endlich Goethe zahlen?
Frankfurter Museen: Die Kunst des Wirtschaftens
Während das Frankfurter Städel Museum sechshundert Kunstwerke von der Deutschen Bank als Dauerleihgabe erhält, überlässt das Museum für Moderne Kunst sich dem plastikbunten Merchandisinguniversum der Firma Kaikai Kiki Co.. Ist das die Zukunft der öffentlichen Sammlungen?
Es ist noch etwas Leben im Independent-Rock: Justin Vernon gastierte mit Bon Iver in Köln. Als sie spielten, war es so still, dass man Bierflaschen umfallen hören könnte. Vollblutmusiker trafen auf ein Vollblutpublikum.
Technik ist Männersache - in Deutschland mehr als anderswo. Warum das so ist, erklärt eine Soziologin aus Amerika. Gleiche Bildungschancen allein genügen offenbar nicht, um daran etwas zu ändern.
Ingenieure sind nach wie vor gefragt, das treibt die Gehälter in die Höhe. Der Zuwachs fällt aber geringer aus als vor einem Jahr. Für einige Fachrichtungen nimmt die Auswahl an Jobs jetzt sogar ab.
Am diesem Freitag wird man am Cern erstmals eine Ahnung bekommen können, wie die Zukunft des World Wide Web aussehen wird. Dann wird am Europäischen Zentrum für Elementarteilchenforschung nämlich das LHC-Computing Grid in Betrieb genommen.
Man staunt und glaubt es kaum: Die Europäische Union zahlt für genehme Berichte. Propaganda sei das nicht, heißt es in Brüssel auf die Frage nach der seit Jahren geübten Praxis. Doch was ist es dann?
In Frankreich soll kein Theater gewagt haben, dieses Stück zu spielen. In Bonn stand Intendant Klaus Weise höchstselbst bereit, sich die Regiefinger an Fabrice Melquiots Sarkozy-Nummernrevue „Tasmanien“ zu verbrennen.
Brad Pitt spielt in „Burn After Reading“, dem neuen Film der Coen-Brüder, einen Fitness-Proll. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Mike Myers als Liebesguru, Martin Sonneborn als deutscher Borat und Paul Kalkbrenner als verrückter DJ.
Hypo wer? Jetzt müssen schon Banken gerettet werden, die auf der Straße niemand kennt. Es gab keine Alternative, sagen die staatlichen Retter des Dax-Konzerns. Und das Schlimmste ist: Sie haben recht.
Am liebsten schreibt die Schwedin Sophie Zelmani träge Wiegenlieder für Verliebte – wie jetzt bei ihrem Konzert im Frankfurter Mousonturm.
Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel über Pfiffe im Stadion, über gefühltes Vertrauen, vermeintlich kritische Sätze seines Vorgesetzten, seine Bringschuld und die nächsten schweren Gegner: Hoffenheim, Leverkusen, Bayern.
Nach zehn Tagen in der Gewalt von Entführern ist die in Ägypten verschleppte Reisegruppe mit fünf deutschen Touristen wieder frei. Die Geiseln wurden von sudanesischen und ägyptischen Soldaten befreit. Auch deutsche Spezialkräfte waren am Ort.
Alle Appelle von George W. Bush waren vergebens: Der mühsam ausgehandelte Kompromiss über den Rettungsplan für die amerikanische Finanzbranche ist gescheitert. In einer dramatischen Abstimmung im Repräsentantenhaus wurde das Paket abgelehnt - vor allem von Republikanern.
Die Nachrichten über die in der Sahara entführte Touristengruppe werden immer verworrener. Unterschiedliche Angaben gibt es zum Feuergefecht am Sonntag. Unklar ist auch, wo sich die Geiseln derzeit aufhalten.
Wer einmal Bernhard Wickis Antikriegsfilm „Die Brücke“ sah, vergisst ihn nie wieder. Die Neuverfilmung bei Pro Sieben dagegen verdient es nicht, in Erinnerung zu bleiben - er zeigt deutlich die Grenzen des Aktualitätsspleens.
Bei den Kommunalwahlen in Brandenburg haben sich SPD und Linkspartei ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, das die SPD am Ende knapp gewann. Die CDU erlitt schwere Verluste und musste sich mit Platz drei begnügen.
Die Comic-Serie „Strizz“ von Volker Reiche erscheint in werktäglich neuer Folge in der F.A.Z. und auf FAZ.NET.
Von welchem Himmel ist denn das gefallen? Ein Trimaran von galaktischen Ausmaßen. Um dieses Boot zu zähmen, braucht es die besten Segler der Welt. BMW Oracle hat es für den America’s Cup gebaut. Ob es jemals starten wird, ist ungewiss.
Bei der Umwandlung von Körperzellen in pluripotente Stammzellen kommen Viren als Genfähren zum Einsatz. Nun ist es gelungen, deren Störeffekte und potenzielle Gefährlichkeit zu umgehen.
Irgendwo zwischen international und regional: Die Interboot in Friedrichshafen segelt ihren eigenen Kurs. Für viele Aussteller ist sie mittlerweile eine Regionalmesse. Fragt man die Messemacher, gehört sie noch zu den drei großen Internationalen.
Der Streit um das Kohlekraftwerk hat die Koalition im Rathaus nur scheinbar ausgehebelt. Kaum hatten die Grünen den von ihrer Basis erzwungenen Antrag durchgesetzt, flüchteten sie schon beim nächsten Vorschlag wieder zurück ins Koalitionsbett.
Heimsieg für Italien bei der Straßenrad-Weltmeisterschaft: Alessandro Ballan gewinnt das Rennen in Varese vor Damian Cunego. Bester Deutscher ist Fabian Wegmann auf Rang sieben. Mehr in Kürze bei FAZ.NET.
Die Galopprennbahn im Frankfurter Stadtteil Niederrad steht nach Informationen der F.A.Z. vor der Insolvenz. Unterdessen lehnt die Stadt weitere finanzielle Hilfe ab. Das Interesse der Bevölkerung am Galoppsport sei einfach zu gering.
Der Handels- und Reisekonzern Arcandor befindet sich in einem Abwärtsstrudel. Der Aktienkurs bricht seit Tagen ein. Auch die Tochtergesellschaft Thomas Cook gerät immer stärker unter Druck. Am Wochenende könnte sich entscheiden, ob Arcandor den Touristikkonzern verkaufen muss.
Von Mittwoch an gibt es in München, acht Städten im Ruhrgebiet und in Frankfurt Umweltzonen und freie Fahrt bald nur noch mit grüner Plakette. Ausgerechnet Lastwagen haben sie oft schon.