Steuerliche Tipps zum Jahreswechsel in Österreich vom Wirtschaftsblatt Zalungen clever verteilen,,
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Steuerlich bedeutende Tipps zum Jahreswechsel
Zum Jahresende heißt es aufgepasst: Zahlungsströme steuerschonend auf 2009 oder 2010 verteilen.

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Helmut Schebesta, geschäftsführender Gesellschafter Schebesta und Holzinger

Facts.
Tipps für alle Steuerpflichtige
* Sonderausgaben. Der Höchstbetrag in der Höhe von 2920 € gilt für folgende Ausgaben:

* Beiträge und Versicherungsprämien zu einer freiwilligen Kranken-, Unfall- oder Pensionsversicherung, Lebensversicherung und Pensionskassenbeiträge (Arbeitnehmerfreibeträge), soweit für diese Beiträge nicht eine staatliche Prämie in Anspruch genommen wurde

* Aufwendungen für Wohnraumschaffung oder -sanierung

* Ausgaben für Kauf von jungen Aktien und Genussscheinen.

Für die Auffüllung des persönlichen "Sonderausgabentopfes" bis Jahresende eignen sich auch "Wohnbauanleihen", die in kleinen Stückelungen erhältlich sind. Außerdem sind bei diesen Anleihen vier Prozent des Nominalzinssatzes von der Kapitalertragsteuer befreit. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus sind die meisten Anleihen steuerfrei.

* Veranlagungsfreibetrag. Wer als Arbeitnehmer neben Einkünften aus dem Dienstverhältnis noch ein wenig - nicht mehr als 730 € - dazuverdient hat, erspart sich die Steuererklärung für 2009 (und damit eine Versteuerung dieses Zusatzeinkommens).
...Letztmalig für das Jahr 2009 kann der "alte" Freibetrag für investierte Gewinne (kurz "FBiG") in Höhe von zehn Prozent des Gewinnes von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern geltend gemacht werden.

Ab dem Jahr 2010 steht der "neue" Gewinnfreibetrag in Höhe von 13 Prozent auch Bilanzierern zu. Außerdem wurde die Liste der neuen abnutzbaren körperlichen Wirtschaftsgüter, die als "begünstigte Investitionen" gelten, beispielsweise um Investitionen in Gebäude erweitert. Weiterhin können stattdessen auch begünstigte Wertpapiere angeschafft werden.

Als besonders steuerschonende Maßnahme könnten begünstigte Wertpapiere noch heuer angeschafft werden, die man im Jahr 2010 für die Finanzierung von Investitionen in körperliche Wirtschaftsgüter wieder veräußert. Einziger Pferdefuß: funktioniert leider nur, wenn 2009 eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung gemacht wird.

Im Gegenzug zur Erweiterung des Gewinnfreibetrages wird die bisherige begünstigte Besteuerung nicht entnommener Gewinne für Bilanzierer ab 2010 ersatzlos gestrichen. Für die bisher begünstigt besteuerten nicht entnommenen Gewinne gilt weiterhin eine siebenjährige "Entnahmebeschränkung", deren Nichtbeachtung zu einer Nachversteuerung führt. Wenn diese Sieben-Jahres-Frist nicht mehr eingehalten werden möchte, können auf Basis einer Übergangsregelung alle bis zur Veranlagung für das Kalenderjahr 2008 begünstigt besteuerten Gewinne bei der Veranlagung für das Kalenderjahr 2009 freiwillig mit einem pauschalen Steuersatz von zehn Prozent nachversteuert werden.

Zeitlich ausbalancieren

Einnahmen-Ausgaben-Rech-ner können ihr steuerpflichtiges Einkommen dadurch optimieren, dass sie ihre Betriebsausgaben noch vor dem 31. Dezember 2009 bezahlen und/oder ihren Kunden ein längeres Zahlungsziel gewähren. Diese offene Rechnungen werden dann erst 2010 beglichen. Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben, die zehn Tage vor oder nach dem Jahreswechsel zu- oder abfließen, sind aber dem Jahr zuzurechnen, zu dem sie wirtschaftlich gehören.

Die Bezahlung von Prämien für Lebens(Kranken/Unfall) versicherungen einschließlich der Zeichnung eines Pensions-Investmentfonds sind bis zu 300 € pro Jahr und Arbeitnehmer nach wie vor steuerfrei, wenn sie allen Arbeitnehmern oder bestimmten Gruppen angeboten wird.

Geschenke an Arbeitnehmer, dazu zählen auch Weihnachtsgeschenke, sind innerhalb eines Freibetrags von 186 € jährlich lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei, wenn es sich um Sachzuwendungen handelt (etwa Warengutscheine). Bargeldgeschenke sind immer steuerpflichtig.

Bis zu 365 € pro Arbeitnehmer sind Weihnachtsfeiern sowie der Betriebsausflug steuerfrei. Betriebsveranstaltungen des Jahres werden zusammengerechnet. Ein eventueller Mehrbetrag gilt als steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Die Aufbewahrung

Zum 31.12.2009 läuft die siebenjährige Aufbewahrungspflicht für Bücher, Aufzeichnungen, Belege und Geschäftspapiere des Jahres 2001 aus. Diese Unterlagen können ab 1. Jänner 2010 vernichtet werden. Für ein anhängiges Berufungsverfahren müssen die Unterlagen aufgehoben werden, wenn sie von Bedeutung sind. Aufzeichnungen, die Grundstücke wegen Vorsteuerrückverrechnungen betreffen, sind zwölf Jahre aufbewahrungspflichtig.

Gesetzlich ist vorgesehen, dass Unterlagen weiter aufzubewahren sind, wenn sie für ein anhängiges gerichtliches oder behördliches Verfahren von Bedeutung sind, in dem Parteistellung zukommt.

Ein Ausblick für 2010 zu den voraussichtlichen Werten für die Sozialversicherung: Die monatliche Höchstbeitragsgrundlage soll 4110 € (57.540 €/Jahr) betragen, die monatliche Geringfügigkeitsgrenze 366,33 €.

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