Die Geschichte des Jahrweisers ... / Von der Entstehung des Kalenders, der so selbstverständlich
Kategorie: society

Die Geschichte des Jahrweisers ... / Von der Entstehung des Kalenders, der so selbstverständlich

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Das neue Jahr 2013 liegt vor uns. Grund genug, zurück zu blicken auf die Historie dessen, woran viele nicht einmal einen Gedanken verschwenden: Die Geschichte des Kalenders. Vor Jahrtausenden war es nämlich keineswegs so selbstverständlich, dass jeder den Verlauf des Jahres, die Zeitrechnung im gleichen Maß verfolgte. Zwar wurde schon in der Steinzeit ein Bewusstsein für die unterschiedlichen Sonnen- und Mondphasen entwickelt. (Es diente hauptsächlich der Nutzbarmachung des Wetters, der Jahreszeiten für die Landwirtschaft, die Jagd.) Andererseits kam erst im alten Ägypten eine genaue Berechnung der Zeiten in Form von Ziffern auf. Der astrale Sothiskalender war das. Der Lauf der Gestirne wurde hier erstmals verewigt.

Weltmächte führten die Zeitrechnung ein

Das Wort Kalender entstammt dem lateinischen Calendarium (Schuldbuch). Es war ein Verzeichnis der Kalendae, der jeweils ersten auszurufenden Tage der antiken Monate. Hier wurden Darlehen ausbezahlt, Zinsforderungen fällig, sowie Darlehensrückführungen fällig. Wir kennen das! Ja, ist denn schon Anfang des Monats, fragen Sie mit Blick auf Ihr Bankkonto. Was Sie aber wissen sollten: Die Zeitrechnung, nach der das Salär ausgezahlt wird, erfolgt nach dem Gregorianischen Kalender. Jener entstand Ende des 16. Jahrhunderts, benannt nach Papst Gregor XIII. Ja, die Kirche hatte bei der Zeitrechnung früher noch ein Wörtchen mit zu reden. Und Papst Gregor war namenskundlich der kalendarische Nachfolger Julius Cäsars', der dem Julianischen Kalender seinen Stempel aufdrückte. Er fing im Jahr 45 vor Christus an zu zählen und wurde erst 1582 durch die päpstliche Bulle, den Erlass von Gregor, abgelöst.

Der Kalender – was wären wir ohne ihn?

Der Gregorianische Kalender zählt die Mond- und Sonnenphasen präziser und wird heute praktisch weltweit angewandt. Zwölf Monate hat der Jahrweiser bereits seit der Römerzeit, jenem Altertum hunderte, ja, tausende Jahre vor Christus, das auch noch zur Antike zählt. Der Barockdichter Friedrich von Logau bringt's philosophisch auf den Punkt, wenn er in einem seiner Sinngedichte sagt:.Wer die Zeit verklagen will / dass so zeitig sie verraucht / der verklage sich nur selbst / dass er zeitig sie nicht braucht … Der Kalender gibt uns die Möglichkeit, die Zeit zu planen, sie ein zu teilen und zu strukturieren.

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