Mario Adorf im Interview zum neuem Film "Der letzte Patriarch"
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Mario Adorf im Interview zum neuem Film "Der letzte Patriarch"

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Zu seinem 80. Geburtstag macht die ARD dem Schauspieler Mario Adorf ein ganz besonderes Geschenk.
Am Freitag, den10. September 2010 strahlt der Sender den eigens für Mario Adorf geschriebenen
2-Teiler "Der letzte Patriarch" ab 20.15 Uhr aus.

Von Daniela Decker

Der Schauspieler Mario Adorf, der heute seinen 80. Geburtstag feiert (geb. 8.9.1930), hat nur einen Wunsch: "Gesundheit, Gesundheit und ein langes Leben!" Nach Aussage des Schauspielers, wird er seinen Geburtstag "mit meinem kleinen privaten Familien- und Freundeskreis, ohne viel Rummel verbringen. Eine Gala brauche ich nicht, das finde ich Schrecklich."

Zwei Tage nach seinem Geburtstag zeigt die ARD das Zweiteilige TV-Drama um den traditionsreichen Lübecker Marzipanfabrikanten Konrad Hansen (Mario Adorf). An seiner Seite spielt Hannelore Elsner.
Gedreht wurde u.a. auch in den Räumen der legendären Lübecker Marzipandynastie "Niederegger", die auch als Vorbild für den Film "Der letzte Patriarch" diente.

Konrad Hansen (Mario Adorf) ist das Oberhaupt der Familie und leidenschaftlicher Unternehmer. Über Jahrzehnte hat er mit eiserner Disziplin und großen persönlichen Einsatz den Familienbetrieb zu einem erfolgreichen Imperium aufgebaut. Sein Unternehmen "Hansen Marzipan" genießt Weltruf und gehört zu den Marktführern. Beste Voraussetzungen, um den Zukunftsmarkt China zu erobern, wie ihm sein jüngerer Sohn Lars schmackhaft macht. Lars soll sein Nachfolger werden, denn Hansen will endlich Zeit für sein Privatleben haben. Dieses hat er jahrelang vernachlässigt, was zu Entfremdung seiner Kinder führte. Mit seiner jungen Frau Valerie will er diesen Fehler nicht wiederholen. Doch aus dem geplanten Ruhestand wird vorerst nichts, als eine alte Schuld ihn einzuholen und sein Lebenswerk zu zerstören droht...

Interview mit dem Schauspieler Mario Adorf

Herr Adorf, in diesem Jahr feiern Sie ihren 80. Geburtstag. Das Erste hat den Film "Der letzte Patriarch" Ihnen sozusagen auf den Leib geschrieben. Waren Sie an der Entstehung des Drehbuches beteiligt?

Mario Adorf: "Nein. Es war auch nie mein Ehrgeiz Rollen zu spielen, die mir, auf den Leib geschrieben wurden, die dann eigentlich alle mir selbst gleichen würden. Ich habe Rollen spielen wollen und auch gespielt, die anders waren als ich und daher eine Bereicherung meiner Erfahrung und meines Bewusstseins werden konnten. So ist auch der Unternehmer Hansen mir durchaus nicht ähnlich. Mann kann es also so sagen: Ich will nicht, dass man mir Rollen auf den Leib schreibt, sondern gute Rollen für mich findet."

Was bedeutet es für Sie, einen so besonderen Geburtstag zu feiern? Gibt es etwas, das Sie sich wünschen, haben Sie einen Lebenstraum, den Sie unbedingt noch realisieren wollen?

Mario Adorf: "Nein, ich habe keinen Lebenstraum. Der einzige Wunsch ist, möglichst lange ohne physische und geistige Defizite zu bleiben und das große Privileg meines Berufes, auch über die Grenze des Pensionierungsalters tätig sein zu dürfen, auszunutzen.

Sie haben bisher viele große Rollen verkörpert, die Figur eines Patriarchen gilt spätestens seit "Der große Bellheim" als eine ihrer Paraderollen. Konrad Hansen ist aber nur auf den ersten Blick das unfehlbare Familienoberhaupt. Er muss erkennen, dass auch er Fehler gemacht hat, und zu ihnen stehen. Was hat Sie daran gereizt, einen solchen Charakter zu spielen?

Mario Adorf: "Mich haben immer Figuren mit kompliziertem, facettenreichem Charakter gereizt, vor allem dann, wenn sie auch durchaus negative Seiten haben, während einfache, heldenhafte, nur gute Rollen mir eher langweilig und wenig dankbar erscheinen."

Sie standen schon mehrfach mit Hannelore Elsner zusammen vor der Kamera, die in "Der letzte Patriarch" Ruth, die Jugendliebe und sehr enge Vertraute von Konrad Hansen verkörpert. Was zeichnete die Zusammenarbeit mit ihr aus?

Mario Adorf: "Das schönste an einer wiederholten, erneuten Zusammenarbeit mit einer Kollegin ist meiner Meinung nach das Miteinander-vertraut-sein und das Einander-vertrauen-können, was ein Glücksfall im Leben der Schauspieler ist, in dem im Allgemeinen der Wechsel, das Kennenlernen immer neuer Kollegen die Regel ist. Und wieder mit Hannelore Elsner zusammenarbeiten zu können, war für mich eben ein solcher Glücksfall. Dazu gehört allerdings auch, dass die Zusammenarbeit nicht immer super harmonisch vonstatengeht, dass es auch Meinungsverschiedenheiten gibt, die mit viel Engagement, aber nie verbissen und bösartig ausgetragen werden, sondern bei denen immer die Sympathie und vor allem das lösende Lachen am Ende obsiegen."

"Der letzte Patriarch" mit Mario Adorf, Hannelore Elsner, Max Urlacher, Kai Scheve, Ursula Karven,
Heio von Stetten, Julia Richter u.s.w. Regie führte Michael Steinke nach einem Drehbuch von
Brigitte Blobel.

Das Erste zeigt das Zweiteilige TV-Drama am Freitag den 10. September 2010, ab 20.15 Uhr


Fotos: v.l. Mario Adorf (c)Daniela Decker und Mario Adorf in der Rolle des Konrad Hansen (c)ARD

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