Die goldenen Zeiten im Dortmunder Schauspiel - Hoffnung, Traum und Utopie?
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Die goldenen Zeiten im Dortmunder Schauspiel - Hoffnung, Traum und Utopie?

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Dortmund. (Korrespondenz/doem) „Das Goldene Zeitalter – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen“ heißt das Stück, das unter der unkonventionellen, um nicht zu sagen bahnbrechenden Regie des juvenilen, jüngst für „Das Fest“ preisgekrönten Intendanten Kay Voges im städtischen Schauspiel zu sehen ist. Nach „Stadt ohne Geld“ oder filmisch dokumentierten Familientragödien ein weiteres Themengebiet, dass sich mit elemetaren Themen des Volkes auseinandersetzt. „Das goldene Zeitalter liegt vor -, nicht hinter uns“, skandieren die exzellenten Schauspieler (Björn Gabriel, Caroline Hanke, Carlos Lobo, Eva Verena Müller, Uwe Schmieder, Merle Wasmuth). Und beim per Video dokumentierten Palaver hinter der Bühne: „Wir warten – auf was? Auf unser Gehalt, darauf, dass der Vorhang fällt?“ „Langweilig!!“, skandiert Björn Gabriel, durch die Kulissen stürmend. Mit Goethes „Verweile doch, du bist so schön“ versucht man dass leider manchmal wenig aufgeschlossene, oft junge Publikum teils mit vollem Körpereinsatz am Weglaufen zu hindern.

Gesellschaftliche Visionen

„Internationale Solidarität“, revolutionieren die Darsteller polonierend auf der Bühne. Actionträchtiges, modernes Skandaltheater, das mitunter wie eine lebende Installation daherkommt, etwa, wenn man zu Beginn zwanzig Minuten lang zählend Treppen runtersteigt und steigt und steigt. Geht’s noch so lange bergab? Alternierend opponierende Strömungen (auch Christliches) wird in Dortmund mit Video, Audio, Bühnenspiel gekonnt, experimentell und bei jeder Aufführung anders in Szene gesetzt. Wie vieles Neue leider nicht frenetisch bejubelt. Viele altgediente Theatergänger verließen das Haus nach den ersten Minuten. Schade! Zu früh über gesellschaftliche Visionen nachzudenken? Das „Goldene Zeitalter“ wurde von der Presse kaum beachtet. Bühne und Kostüme: Pia Maria Mackert. Musik: Tommy Finke. Video: Daniel Hengst. Lebhaftes Lichtspiel: Sibylle Stuck. Sichtbar anwesender Dramaturg: Alexander Kerlin. Daumen hoch für neue Kunst!

http://www.theaterdo.de

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