Norddeutschlands Indie-Rock-Hoffnung veröffentlicht Debütalbum: Avery Mile
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Norddeutschlands Indie-Rock-Hoffnung veröffentlicht Debütalbum: Avery Mile

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Ein besonderes Konzert, ein besonderer Moment: Avery Mile beim New Music Award 2010. Der große nationale Wettbewerb für Nachwuchsbands bei der Popkomm im Berliner Tempelhof. Die Bremer Band hat es mit Hilfe hunderttausender Stimmen ins Finale geschafft. Sänger und Gitarrist André Hubert ist ein ganz charismatischer Frontmann, lebt und bebt mit seinen Liedern,enthusiastisch, dramatisch, fabelhaft. Gitarrist Enno Legien spielt wie The Edge in frühen Tagen, verbindet Wave und Britpop mit großen Riffs und malerischen Delay-Gitarren. Dazu Pieter Santjer und Eike Blendermann an Bass und Schlagzeug und kürzlich ganz neu bei Avery Mile Maximilian Rugen an der Gitarre. Eine sichere Bank. Der Auftritt sagt einem: Brement hat jetzt wieder eine Band. Leuchtende Augen, Begeisterung. Das Publikum tobt.
Freilich fällt eine solche Klasse nicht vom Himmel. André Hubert und Enno Legien spielten vor Avery Mile bei einer anderen Bremer Band namens Cosmotron, die ebenfalls für Aufsehen sorgte. Ganz andere Musik war das, doch die Klasse der zwei Freunde war schon unüberhörbar. Plattenvertrag, Tourneen mit 4Lyn und den US-Amerikanern Dredg. Doch Hubert und Legien wollten etwas anderes, hatten schon ein neues Lied im Kopf und begannen mit Santjer, Blendermann und Rugen von vorn. Avery Mile war geboren.

Erstaunlicherweise stammen die fünf Musiker ursprünglich allesamt aus dem nahe Bremen gelegenen Künstlerdorf Worpswede, wo einst viele legendäre Maler lebten. Das kleine Künstlernest: Ein gutes Omen für diese fünf Musiker, die ihre Band als verschworene Einheit betreiben, eng vertraut und voll konzentriert auf ihre Sache. „Wir erarbeiten unsere Songs zusammen, jeder trägt etwas bei“, sagt Enno Legien, „auch, wenn André und ich die Ideen mit in den Proberaum bringen – unsere Band ist eine Band, weil in den Songs fünf starke Persönlichkeiten zum Ausdruck kommen.“ Welche Musik ist denn eigentlich auf »Avery Mile«, dem Debütalbum? Es ist britischer Indie-Pop, kompakt komponiert, gitarrenlastig.

Mal dramatisch und hymnisch, mal jauchzend froh. Die frühen U2 und insgesamt die englischen Indie-Bands der
Achtziger sind im Spiel. Aber auch aktuelle Bands wie The Kooks oder Razorlight fallen einem als entfernte Verwandte ein. Enno Legien erkennt in den Songs seiner Band zudem einen Hang zur Romantik. Man weiß, was er meint etwas Wonniges, Jubilierendes ist in dieser Musik, die man sofort ins Herz schließt und emotional codiert. Avery Mile? Fühlt sich gut an.

Es gibt eine interessante Spannung bei dem Bremer Quintett. André Hubert ist eigentlich ein klassischer Songwriter, der seine Musik wohl auch allein schreiben und mit einer Backing-Band aufführen könnte. Doch Hubert will es nicht allein tun, sondern unbedingt Teil einer Band sein. In seinem Gitarristen hat er ein Gegenüber gefunden – zusammen sind die beiden eines dieser klassischen Kreativduos, die die Geschichte der Rockmusik stets befeuert haben. „Wir passen einfach gut zusammen“, sagt Legien, „wenn wir uns hinsetzen und spielen, passiert immer irgendetwas.“ Das ist das große Glück der künstlerischen Chemie -
wenn sie stimmt, muss man ihr nur folgen.

Genau das haben Avery Mile getan, von den Auftritten in der Bremer Heimat über erfolgreiche Teilnahmen an Musikwettbewerben bis hin zur ersten Plattenproduktion, die Enno Legien und Helge Schneider Gitarrist Sandro Giampietro als Produzenten planten und durchführten. Das Bremer Label Fuego schlug sofort ein, die Karriere hat begonnen. Die erste Single Remedy schaffte es auf Anhieb in die Top 44 des Senders Radio Bremen 4 und läuft wochenlang auf Heavy Rotation. Auch andrere öffentlich rechtliche und private Sender wie NDR2, Deutschlandfunk, DasDing, Sputnik und NJOY nehmen Remedy mit ins Programm. Das Album wird von Burkhardt Rausch (Nordwest Radio) in seiner Sendung als exzellentes Debut gefeiert.
Avery Mile haben die Popsensibilität fürs große Publikum und die künstlerische Integrität für eine Musik, die lange bleibt. Every mile, every song, everybody‘s listening.

Quelle: http://www.averymile.de

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