Götz George wird in einem ARD-Dokudrama seinen Vater Heinrich George spielen
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Götz George wird in einem ARD-Dokudrama seinen Vater Heinrich George spielen

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Schon viele Charaktere hat Götz George gespielt, doch seine nächste Rolle wird, wie er selbst sagt "eine große Herausforderung". Ab Sommer 2011 wird der Schauspieler seinen eigenen
Vater - Heinrich George verkörpern

Von Daniela Decker

Die ARD und der Produzent Nico Hofmann planen eine Verfilmung über die letzten Jahre im Leben des Film- und Theaterschauspielers Heinrich George, der 1946 im Alter von 52 Jahren in einem russischen Gefangenenlager in Sachsenhausen verstarb.

"Mein Respekt vor dem Vater ist groß" - Götz George

Geboren wurde Heinrich George am 09. Oktober 1893 in Stettin. Vor dem Abitur verließ er die damalige Oberrealschule in Berlin und ging zur Schauspielschule in Stettin. Sein Debüt gab Heinrich George 1012 in der Rolle des Oberkellners in der Operette "Die keusche Susanne" von Jean Gilbert.
Nach dem Ersten Weltkrieg folgten u.a. Anstellungen in Dresden, Frankfurt am Main und dem Deutschen Theater in Berlin. In diesen Jahren wurde George zu einem der renommiertesten Schauspieler der Weimarer Republik. Ab Mitte der 1920er Jahre spielte er neben dem Theater auch in zahlreichen Kinofilmen mit. Und auch bei den Heidelberger Festspielen (1926-1938) trat er regelmäßig auf.

Nach der Machtergreifung durch Hitler wurde Heinrich George zunächst vom Spielbetrieb ausgeschlossen- wirkte aber bis 1945 in mehreren Filmen mit. Zum Intendanten des Schillertheaters Berlin wurde er 1937 berufen. In dieser Zeit nahm es Künstler unter Vertrag, die dem NS-Regime "unerwünscht" waren, darunter Wilhelm Fraenger, Robert Müller, Karl Rössing und Gunther Strupp.

"Der Film bietet die Möglichkeit, für meinen völlig zu Unrecht beschuldigten Vater, der immer als NS-Darsteller hingestellt wurde, durch Zeitzeugen einen Freispruch zu erwirken" - Götz George

Heinrich George blieb der Nachwelt vor allem durch Filme wie der "Postmeister" (1940) in Erinnerung. Im Juni 1945 wurde der Schauspieler nach einer Denunziation von den sowjetischen Geheimdienst NKWD verhaftet und im Speziallager Nr. 7 in Sachsenhausen interniert. Im Alter von 52 Jahren starb der einst völlige Schauspieler entkräftet am 25. September 1946, vermutlich an einem Hungerödem. Trotz Drängen der Lagerverwaltung "George sei an den Folgen einer Blinddarmoperation verstorben", lehnte der praktische Arzt Dr. Schumann dies als Todesursache ab, da sie offenkundig falsch sei.

Die Gebeine von Heinrich George konnten erst durch die Mithilfe eines damaligen Mithäftlings 1994 in einem Waldstück bei Sachsenhausen gefunden werden. Identifiziert werden konnten George nur durch einen DNA-Vergleich mit seinen Söhnen Jan und Götz. Seine letzte Ruhestätte hat der Schauspieler auf dem Städtischen Friedhof in Berlin-Zehlendorf gefunden.

Zwei Jahre recherchierte Joachim Lang über die Hintergründe des Lebens von Heinrich George, führte zahlreiche Interviews mit Wegbegleitern des Schauspielers. "Aufgrund der Qualität des Manuskripts hat Götz George jetzt zugesagt", so der Produzent Nico Hofmann.

Den Film über die letzten Jahre von Heinrich George will die Berliner Produktionsfirma Teamworx im Auftrag des Südwestfunk (SWR) herstellen. Produzent des Dokudramas ist Nico Hofmann, die Drehbuchvorlage stammt von Joachim Lang.

"Aufgrund der Qualität des Manuskripts, habe ich nach langem Nachdenken dem Projekt zugestimmt. Denn der Film soll eine kritische und authentische Auseinandersetzung des letzten Lebensabschnitts meines Vaters wiedergeben", so Götz George. Die Dreharbeiten sollen im Sommer 2011 beginnen, die Ausstrahlung des Films ist für 2012 vorgesehen.



Foto: Götz George wird seinen Vater Heinrich George spielen (c)Film Archiv und Daniela Decker

Kommentare

1 von 1 Kommentaren

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12 months ago
von martinerose4

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