Welt-Ei-Tag 2016 - Brudermord-Initiativen
Kategorie: society

Welt-Ei-Tag 2016 - Brudermord-Initiativen

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Am 14. Oktober ist, wie seit zwei Jahrzehnten immer am zweiten Freitag im Oktober, Welteitag, den Vertreter der Eierindustrie, die International Egg Commission, beim "Welt-Ei-Kongress" in Wien ins Leben riefen, um für mehr Eikonsum und somit mehr Tierausbeutung zu werben. Während Tierrechtsinitiativen wie Maqi diesen Tag nutzen, um aufzuklären, blasen Tierschützer ins gleiche Horn wie der Rest der Tierausbeutungslobby: denn Tierschutz bedeutet Reform der Ausbeutung statt deren Abschaffung.

Kürzlich verkündete eine Biosupermarktkette, zukünftig nur noch sogenannte "Bruderküken"-Eier zu verwenden, also Eier von solchen Hennen, deren männliche Geschwister nicht unmittelbar nach dem Schlüpfen vermust oder vergast werden, wie das sonst der Fall ist. Das ist natürlich in mehrfacher Hinsicht Augenwischerei:

    Zum einen betrifft das nur einen geringen Anteil des Produktsortiments, nämlich die rohen Schaleneier - Produkte mit verarbeiteten Eiern von Eiernudeln über unvegane Kekse bis zu mit Eialbumin geklärtem Wein enthalten weiterhin die üblichen Eier von Schwestern am Schlüpftag ermordeter Küken.
    Dadurch, dass den Verbrauchern ein gutes Gewissen eingeredet wird, werden wieder mehr Eier konsumiert, etwa von solchen Leuten, die wegen der Kükenvergasung keine mehr (oder weniger) konsumierten bzw. konsumieren wollten oder zukünftig konsumiert hätten. Ein ähnlicher Effekt wurde bereits mit dem tierschützerischen (vermeintlichen) "Verbot der Käfighaltung" und damit dem Umstieg auf Boden- und andere Gefangenhaltungsformen angestrebt.
    Die Hennen - die nach wie vor qualgezüchtet sind (ein normales Huhn würde eine Handvoll Eier legen, um sich fortzupflanzen, nicht weit über zweihundert jährlich) - werden auch weiterhin, sobald die Legeleistung nachlässt, also wenn sie nach etwa einem Jahr (im Alter von eineinhalb Jahren) unrentabel werden, umgebracht.
    Vor allem sterben auch deren Brüder nicht nach einem langen, glücklichen Märchenleben an Altersschwäche, sondern werden schlicht zu Masthühnern, die nach ein paar Tagen, also immer noch als Küken, abgeschlachtet werden (etwa einen Monat alt sind Masthühner beiderlei Geschlechts normalerweise, hier dürften es ein paar Tage mehr sein, da die männlichen Küken der "Legehuhnrassen" nicht so schnell "Fleisch" ansetzen - was ja der Grund ist, weshalb sie bislang in der Regel "entsorgt" werden). "Alnatura will künftig nur noch Eier von Legehennen anbieten, deren männliche Geschwisterküken als Masthähnchen aufgezogen statt[sic!] getötet werden", schreibt die "Zeit" dazu in grenzenlosem Zynismus. Dennoch sind sie immer noch Küken, wenn sie ermordet werden, die normale Lebenserwartung eines nicht qualgezüchteten Huhns beträgt zwanzig Jahre. Alle seit dem ersten Welteitag 1996 geschlüpften Hühner könnten theoretisch heute noch leben. Rund zwei Milliarden wurden seither allein in Deutschland für die Eierkonsumenten ermordet.

Und daher heißt es auch am Welteitag wieder: Tierrechte statt Tierschutz, Veganismus statt Vegetarismus.

[3121 Anschläge. Fotos stehen kostenfrei zur Verfügung. Diese Pressemitteilung finden Sie mit weiterführenden Links und Bildern online unter http://maqi.de/presse/welteitag2016.html . Bei redaktioneller Verwendung Hinweis/Belegexemplar erbeten.]

Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.

Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Berliner Str. 34, D-63619 Bad Orb, Tel. 06052 309788, [email protected], http://maqi.de.

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