Abschaffung des Priestertums dank Vatikanum 2
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Abschaffung des Priestertums dank Vatikanum 2

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»Mit der Aussage, dass "alle Christgläubigen … des priesterlichen, prophetischen und königlichen Amtes Christi … teilhaftig geworden sind" (LG 31), hat das Konzil die Unterscheidung zwischen dem geistlichen Stand und den Laien aufgehoben. Es hat den Klerikalismus im Kern überwunden.«
Das verkündet das offizielle deutsche Portal der V2-Gruppe durch Thomas Ruster, "Professor für Katholische Theologie", Art. "Warum es eine Dreiteilung des Priesteramts braucht", 10.02.2020. Weitere Ausschnitte:
"Wer öffentlich und von Amts wegen für eine Gemeinschaft handelt, muss dafür eine Beauftragung haben. Sie wird im Sakrament der Ordination ausgesprochen. ... Und so könnte es dann konkret gehen: Für jede Gemeinde – ob bereits bestehend oder neu gebildet – werden die drei Ämter eingerichtet. Sie werden zeitlich begrenzt übertragen, sagen wir für drei Jahre bei einmalig möglicher Verlängerung. ... Die sakramentale Ordination erfolgt für jedes der drei Ämter gesondert. Dass ein Bischof beim Sakrament der Weihe alle drei Ämter überträgt, sagt das Konzil ausdrücklich (LG 21). Nichts spricht dagegen und sehr viel spricht dafür, sie auch getrennt zu übertragen. ... Denn, um das noch zu sagen, die früheren Zulassungsbedingungen zum kirchlichen Amt würden entfallen. Nicht weil sie früher falsch gewesen wären, sondern weil sie im neuen Modell keinen Sinn mehr ergeben. Wer ein Amt für drei Jahre übernimmt, von dem kann nicht Ehelosigkeit gefordert werden. ... Das II. Vatikanum, man weiß es, war ein Konzil der Kompromisse. ... Auf der Suche nach Kompromissen hat das Konzil sich selbst blockiert. Es ist Zeit, dass wir mit dem Konzil über das Konzil hinausgehen.«
V2 hat unter der falschen Selbstbezeichnung "katholische Kirche" eine Antikirche konstruiert, gem. der Eröffnungsrede von "Johannes XXIII.", dass die Kirche "nicht mehr verurteilen" solle. Die Unterscheidung von Wahr und Falsch, von Gott und Teufel wird in der V2-Gruppe nicht toleriert. Der "Gott" von V2 ist der Urheber der Unwahrheit. Der V2-"Gott" selbst hat die nichtkatholischen Gemeinschaften zu "Mitteln des Heiles" erklärt (Unitatis Redintegratio 3). Damit wurde die Axt an die Wurzel gelegt. Die gesamte christliche Wurzel wurde - pleonastisch radikal - herausgerissen und vernichtet. Die katholische Kirche hat durch die Verurteilung von Häresien sicheren Schutz garantiert. Indem V2 diesen Schutz ausdrücklich ablehnte und verurteilte, zerstörte es absolut alles und konnte dann die Eigendynamik im Zerstörungsprozess wuchern lassen. "Paul VI." triumphierte, in der Kirche gebe es "Selbstzerstörung" (Ansprache v. 07.12.1968 im Pontifico Seminario Lombardo; Osservatore Romano v. 08.12.1968, S. 1) und den "Rauch des Satans" (Predigt 29.06.1972, Osservatore Romano v. 30.06./01.07.1972, S. 2 - cf. Una Voce Korrespondenz Heft 06/30, November/Dezember 2000, S. 357f), Also die V2-Kirche ist nicht "heilig", sie ist nicht die Kirche mit dem unzerstörbaren Schutz durch Christus, sie ist in ihrem ganzen Wesen nicht die wahre Kirche. Deshalb die Devise von Thomas Ruster: "Mit dem Konzil über das Konzil hinausgehen"! Genau das war bereits die Devise, die der "Geist des Konzils" höchstpersönlich, i.e. Karl Rahner (s. Ralph Wiltgen, Der Rhein fließt in den Tiber), immer gepredigt hat. Der Rahner-Schüler Johann Baptist Metz schrieb am 29.03.2009: »So ist zum Beispiel Rahners Treue zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65), zu dessen Theologie er einen kaum zu überschätzenden Beitrag geleistet hat, eine offensive Treue. Er sah in diesem Konzil den "Anfang eines Anfangs". Karl Rahner steht für eine ebenso fundierte wie couragierte theologische Ausgestaltung dieses Anfangs - bis heute.«
Immer mehr und immer dreister wurde und wird immerfort alles verzerrt und entstellt, was heilig ist - für jeden unübersehbar in den "Novus-Ordo"-Messen, die als Karnevalsmessen, Techno-Messen, Theater-Messen etc. überall begeistert "gefeiert" werden und auch in den Medien, bei Youtube etc. begeistert "gefeiert" werden. Niemand hält solche Spektakel für "Gottesdienst".
Ruster hat mit seinen Ausführungen über das V2-"Amt" insofern recht, als es tatsächlich nicht das katholische Sakrament der Priesterweihe ist. S. das Dogma (Neuner-Roos 421 / Denzinger 852): "Wer sagt, durch drei Sakramente, nämlich Taufe, Firmung und Weihe, werde der Seele nicht ein Merkmal eingeprägt, d.h. ein geistiges und unauslöschliches Zeichen, weshalb sie nicht wiederholt werden können, der sei ausgeschlossen." Und das Dogma (Neuner-Roos 636 / Denzinger 964): "Wer sagt, durch die heilige Weihehandlung werde ... nicht ein Merkmal eingeprägt, oder, wer einmal Priester war, könne wieder Laie werden, der sei ausgeschlossen." Ruster schlägt dagegen eine Wahl auf drei Jahre vor. Die Darbringung des Messopfers ist in der V2-Gruppe ohnehin schon durch eine nichtsakramentale Messfeier ersetzt worden, und infolge des V2-Weiheritus gibt es auch (nahezu?) keine gültigen Priester in der V2-Gruppe mehr. D.h. die "Unterscheidung zwischen dem geistlichen Stand und den Laien" ist dort seit Jahrzehnten faktisch, ontologisch aufgehoben. Dementsprechend hat der Zölibat in Rusters "Priestermodell" tatsächlich keinen Sinn. Kein Opfer - kein Opferleben. Wichtig: Die V2-Gruppe ist nicht nur rein profan, sondern direkt antichristlich - eben eine Antikirche mit falscher Flagge, i.e. mit der gesetzwidrigen Bezeichnung "katholische Kirche".

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