Mindestens 15 Tote bei schwerem Erdbeben in Indonesien
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Mindestens 15 Tote bei schwerem Erdbeben in Indonesien

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Ein schweres Erdbeben hat in Indonesien nach Angaben des Katastrophenschutzes mindestens 15 Menschen in den Tod gerissen. Der Erdstoß der Stärke 7,0 brachte auf der Insel Java Dutzende Gebäude zum Einsturz und löste Panik aus. In der Hauptstadt Jakarta schwankten die Wolkenkratzer rund eine Minute lang.

Die meisten Opfer seien von den Trümmern ihrer einstürzenden Häuser erschlagen worden, sagte Katastrophenschutzchef Priyadi Kardono der Nachrichtenagentur AFP. In den Städten Tasikmalaya und Sukabumi seien "Dutzende" Gebäude eingestürzt, sagte ein Sprecher des Krisenzentrums im Gesundheitsministerium. In der Hauptstadt Jakarta wurden nach Angaben des Sprechers mindestens 18 Menschen leicht verletzt.

Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS die Stärke 7,0, das Epizentrum lag weniger als 200 Kilometer südlich von Jakarta in 49 Kilometern Tiefe unter der Erdoberfläche. Nach Angaben des indonesischen Wetterdienstes löste der Erdstoß eine leichte Flutwelle aus, die jedoch nur 20 Zentimeter hoch war. Eine vorübergehende Tsunami-Warnung wurde nach kurzer Zeit aufgehoben.

In Jakarta schwankten die Hochhäuser mindestens eine Minute lang. "Der Fußboden wackelte, und aus dem Obergeschoss kamen Geräusche, als ob gleich etwas zusammenbricht", berichtete die Schülerin Rini nach ihrer Flucht aus einem Einkaufszentrum im Herzen der Hauptstadt. Sie habe rasch ihre Absatzschuhe abgestreift und sei so schnell wie möglich ins Freie gerannt. Bürotürme und Einkaufszentren wurden geräumt.

Die Empfangsdame eines Hotels in Batu Karas an der Südküste von Java berichtete, ein Teil des Hoteldaches sei eingestürzt. Auch die örtliche Moschee und mehrere Wohnhäuser seien beschädigt.

Ein Seebeben der Stärke 7,7 hatte zuletzt 2006 einen Tsunami vor der Südküste Javas ausgelöst, 596 Menschen kamen damals ums Leben. Ein Beben vor der Küste der indonesischen Insel Sumatra löste an Weihnachten 2004 den verheerenden Tsunami aus, der in Asien mehr als 200.000 Menschen in den Tod riss, davon allein 168.000 in Indonesien.

Quelle: Nachrichten.com

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