Hans Hachenberg die "Doof Noss" verabschiedete sich endgültig von der Karnevalsbühne
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Hans Hachenberg die "Doof Noss" verabschiedete sich endgültig von der Karnevalsbühne

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Bei der "Karnevalstischen Matinee der Bläck Fööss" in der Kölner Philharmonie, schminkte sich Hans Hachenberg noch einmal sein Gesicht, zwängte sich in sein etwas eng geratenes Jäckchen und zog sein lila Filzhütchen auf.
Mit diesem letzten Auftritt endete seine knapp 65-jährige Karriere als "Doof Noss".

Von Daniela Decker

Köln-   Begonnen hatte die Karriere von Hans Hachenberg 1946 auf einer Karnevalssitzung in Bergisch Gladbach. Eigentlich wollte Hachenberg nur mit seinen Kollegen feiern. Einer der Redner der Sitzung, war aber so schlecht, dass ihn seine Freunde animierten selber auf die Bühne zu gehen und ein paar Witze zu erzählen.

Es sollte für Hans Hachenberg der Beginn einer großen Karnevalstischen Karriere in der Bütt werden.

Nach diesem ersten Auftritt, folgten zwei Jahre mit seinem Partner Karl Ommer. Die beiden führten auf der Bühne Witzige-Zwiegespräche.
1948 war es dann soweit - die Type der "doof Noss" wurde geboren.
Die ersten Gagen vielen zwar mit fünf Mark verhältnismäßig gering aus, dafür gab es aber ab und zu noch einen "Klütten" oder Gemüse dazu.

Hans Hachenberg war in seinen fast 65-jährigen Karriere immer ein klassischer Typenredner, der in all der Zeit, seinem Thema "Familie" treu geblieben ist.
Seine Reden drehten sich immer um "de Mamm un de Papp, Omma un Opa, Schwester Ludmilla und die anderen sieben Geschwister."
Von ihm hörte man nie Witze über Politik- und er machte nie Zoten-Witze.

Bei der "Karnevalstischen Matinee der Bläck Fööss" schloss sich für Hans Hachenberg der letzte Vorhang.

Einer der emotionalsten Momente der Show war sein letzter Auftritt zu Ehren des 40-jährigen Bestehens der Bläck Fööss. Dafür erntete er stehende Ovationen des Publikums.
Als aber die Moderatorin der Matinee "Cassia Kuckelkorn", dem begeisterten Publikum mitteilte, dass dies der allerletzte Auftritt des Büttenredners gewesen sei- erhoben sich die Gäste der Philharmonie und spendeten minutenlangen Applaus für den sichtlich gerührten Künstler.

"Es ist Schluss!" sagte Hans Hachenberg.

Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er weiter gemacht, aber nach zwei leichten Schlaganfällen rieten ihm die Ärzte ab. Mit fast 85 Jahren sollte er sich nicht mehr überfordern.
Der Ehrenbürger der Stadt Bergisch Gladbach wird im Juli 85 Jahre alt.

Zu einem seiner schönsten Witze zählt sicherlich "Der Wurm"

En de Scholl hätt de Liehre e Experiment jemaat.
E Jlas met Wasse, e Jlas met Schabau.
Em Wasse e ne Wurm, em Schabau och e ne Wurm.
Dä Wurm en dämm Wasse wor quecklebendich, dä Wurm en dämm Schabau wor tirek kapott.
Hätt de Liehre uns jefroch: "Was lernen wir daraus?"
Hann ich mich jemeldet un jesaat: "Janz einfach Herr Lehre: Wer süff kritt keen Würm."

Foto: Hans Hachenberg

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