Bournout - Krankheit oder Einbildung ?
Kategorie: health

Bournout - Krankheit oder Einbildung ?

Share |

 
Diesen Artikel teilen

Immer wieder hören wir, dass ein Sportler oder ein Schauspieler an dem so genannten Bournout-Syndrom erkrankt ist, Gott sei dank, dass es uns nicht erwischen kann - oder ? So ein Quatsch, das ist eine Einbildungskrankheit, Schmarn, das gibt es doch nicht wirklich, der ist doch nur zu Faul zum Arbeiten. Ich habe noch keinen gesehen der eine solche Krankheit haben soll.

(KK) Hey, was ist los, warum kommst Du nichts mehr auf unsere Treffen, man Du bist in letzter Zeit aber schnell eingeschnappt, warum ziehst du dich denn so zurück ?
Liebe Leute überlegt mal, was ist passiert, ein Mensch, den wir scheinbar gut kennen hat sich in letzter Zeit stark verändert, er ist in sich gekehrt, man kommt nicht mehr an ihn heran, sind das nicht schon die ersten Anzeigen für eine Krankheit ? Fängt so vielleicht diese neue Krankheit "Bournout" an, bzw. sind es eventuell die ersten Anzeigen dafür ? Und jetzt, was sagen wir   unserem Freund, den wir so gut kennen ? - "Man, stell dich nicht so an, du willst ein Kerl sein - du bist höchstens eine Memme!".

Genau da ist unser Fehler, solche Sätze drängen einen Menschen, der schon mit dem Rücken zur Wand steht, noch weiter in die Enge. Ganz besonders gut beherrschen das mittlerweile Vorgesetzte in Firmen, die ihre Mitarbeiter permanent solchen Druck aussetzen und ihn immer und immer weiter in diese Krankheit drängen, bis zu dem Tag, wo alle da stehen und sagen - "Warum hat der sich das Leben genommen ?" - wir haben doch nichts gemerkt - es stimmt nicht, wir merken es, wir wollen es bloß nicht zugeben, wir spielen sogar noch damit, indem wir diese Menschen weiter hinein treiben. Es beginnt doch heute sogar schon in der Schule, die neue Volksdroge "Mopping im Klassenzimmer", überall bekannt und keiner unternimmt etwas dagegen.

Selbst die Eltern der Straftäter - ja es sind Straftäter, denn Mopping ist kein Kavaliersdelikt, selbst die schauen hilflos zu und sagen, ich weiß wie meine Tochter/mein Sohn ist, aber was soll ich den dagegen machen. Das ist kein dummer Spruch, den irgendwer erfunden hat, das ist ein Satz einer Mutter, die ich selbst angerufen hatte um sie zu bitten, daß ihre Tochter endlich damit aufhören solle meine Tochter zu hänseln, nur weil die keine Markenklamotten zum anziehen hat - da hat mir diese Mutter am Telefon gesagt, daß sie wisse, was ihre Tochter da treibt, aber was wolle sie denn dagegen unternehmen. So fängt alles an, und keiner will etwas bemerkt haben.

Es ist schwer einem Bournoutpatienten einen Ratschlag zu geben, denn meistens merkt er selber nicht einmal wie tief er in diesem Sog drinnen steckt, sagen lassen möchte er sich dann auch nichts, auf ihnen einreden ist sowieso falsch, aber Aufklärung und Anerkennung dieser Krankheit würde vielleicht bei vielen Betroffenen einiges ändern. Auch den Mut zusammen zu nehmen und sich einem Arzt an zu vertrauen, der einem dann die nötige Hilfe gewähren kann, ganz wichtig, auch wenn wir alle es nicht wahr haben wollen, ganz wichtig ist in diesem Fall ein Psychologe, der mit Gesprächen vieles erreichen kann. Aber Vorsicht, ich habe erlebt, dass man auch an den oder die falschen geraden kann.

Es gibt leider sehr viele Psychotherapeuten, die selber in Behandlung gehören. Was unbedingt endlich geändert gehört ist unser Gesundheitssystem, dass den Krankenkassen und der LVA einmal vorgibt, dass diesen Menschen schnell   und unbürokratisch geholfen werden muss. Wenn ein Vertrauensarzt schon den eindeutigen Rat gibt, einen Patienten so schnell als möglich auf eine Psychosomatischen Reha zu schicken und die Krankenkasse mit der LVA keine Einigung erzielt und man das ganze dann aussitzt, bis dem Patienten der Krankengeldbezug ausläuft, damit ist keinem geholfen und am allerwenigsten unserem Gesundheits-(Krankheits-)system.
Ein weiteres Problem bei diesem Krankheitsverlauf, sind dann die so genannten Psychosomatischen Kliniken. Die sind ja scheinbar in der Lage selbst zu entscheiden, wen man aufnimmt und wen nicht. Eine Ärztliche Einweisung hat keine Bedeutung mehr - ein Arzt kann 10 Einweisungen ausstellen, wenn die nicht wollen, dann wollen die auch nicht. Begründungen wie, "Sie kommen aus Bayern, unsere Plätze sind nur für Patienten aus Hessen" sind an der Tagesordnung - wie ich belegen könnte. Unsere Politiker müssen endlich wieder eine Verordnung heraus bringen die den Patienten zu gute kommt und nicht den Krankenkassen.
Geben wir die Hoffnung nicht auf - und glauben an die Selbstheilung !

Add a Comment

Anmelden um einen Kommentar zu schreiben. Neu bei Nachrichten.net? Hier registrieren.

Letzte Besucher


Nachrichten, Videos und Bilder von KlausKings (Alle anzeigen)

Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel eröffnet Ausstellung "Pressefotos Bayern 2012"
Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel eröffnet Ausstellung "Pressefotos Bayern 2 ...
PhotoSchwarz002.jpg
PhotoSchwarz002.jpg ...
Praxiseröffnung „Lautstark Logopädie“, in Karlstadt
Praxiseröffnung „Lautstark Logopädie“, in Karlstadt ...
Bürgermeisterin Linda Plappert-Metz eröffnet Ausstellung im Balleshaus
Bürgermeisterin Linda Plappert-Metz eröffnet Ausstellung im Balleshaus ...
Irish Folklore Musik mit IrishDance im Huttenschloss Gemünden
Irish Folklore Musik mit IrishDance im Huttenschloss Gemünden ...
Irish Folklore Musik mit IrishDance im Huttenschloss Gemünden
Irish Folklore Musik mit IrishDance im Huttenschloss Gemünden ...