Ludwig Sebus der Grandseigneur des Kölschen Fastelovends wurde mit der "Nase des Monats" geehrt
Kategorie: Gesellschaft » Kultur

Ludwig Sebus der Grandseigneur des Kölschen Fastelovends wurde mit der "Nase des Monats" geehrt

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In diesem Jahr geht die "Nase des Monats" von "alaaaf.de" an eine lebende Fastelovendslegende. Ludwig Sebus, der Grandseigneur unter den Karnevalskünstlern, wurde für sein Lebenswerk geehrt

Von Daniela Decker

Köln- Seit 60 fast Jahren steht Ludwig Sebus für den Kölner Karneval auf der Bühne. Immer mit einem charmanten Lächeln- und stets mit ein paar netten Worten. Dr. Joachim Wüst (Vize-Präsident des Festkomitee Kölner Karneval) nannte ihn in seiner Laudatio in einem Atemzug mit Willi Ostermann, Karl Berbuer, Jupp Schmitz und Günther Eilemann: "Die Entscheidung, dass Du lieber Ludwig die ´Nase des Monats´ erhältst, fiel uns nicht schwer. Der Entschluss der Jury fiel Einstimmig aus", betonte Wüst heute Morgen (15.Feb.) im Brauhaus "Dom im Stapelhaus".

Die "Nase des Monats" von "alaaaf.de"

Die "Nase des Monats" ist eine Auszeichnung mit "Hätz un Verstand". Vergeben wird sie an Menschen, die mit viel Idealismus, Fleiß und außergewöhnlichen Leistungen im Kölner Karneval unterwegs sind; allzu oft auch ehrenamtlich, wie im Fall von Ludwig Sebus. Vergeben wird die Auszeichnung seit 2006. Erst monatlich- seit einiger Zeit nur noch jährlich. Hinter "alaaaf.de" verbergen sich die bekannten Karnevalisten Guido Cantz ("Der Mann für alle Fälle"), Horst Müller (Geschäftsführer Go GmbH), Hubert Koch (Bass Literatenstammtisch) und der Preisgeber Dirk "Rollo" Jochmann (Kölner Karikaturist & Maler). Sie werden bei ihrer Entscheidung von einer hochkarätig besetzten Jury von Karnevalsexperten, wie beispielsweise Dr. Joachim Wüst oder Markus Wallpott (Präsident der Bürgergarde blau-gold), unterstützt.

86 Jahre und kein bisschen leise...

"Ludwig Sebus liebt und lebt den Karneval in jedem Alter und in jeder Phase seines Lebens zu 100 Prozent. Dabei trägt er die Begeisterung für dieses Fest immer und überall nach außen- und das schon seit fast 60 Jahren", unterstrich Horst Müller. Mit dem Lied "Jede Stein en Kölle" hatte Sebus in der Session 1954/55 seinen ersten großen Hit. Weitere folgten, wie beispielsweise "Luur ens vun Düx noh Kölle", oder "Och Verwandte, dat sin Minsche". Für seine Verdienste um den Kölner Karneval wurde er unzählige Male ausgezeichnet.



Herr Sebus, welche dieser vielen Auszeichnungen war für Sie die wichtigste?

Ludwig Sebus: "Freuen tut man sich ja über jede, aber für mich als Musiker ist die Willi-Ostermann-Medaille die aussagekräftigste".

Wann haben Sie diese bekommen?

Ludwig Sebus: "Das war bereits 1968. Ein Jahr vorher, 1967, wurde die Auszeichnung zu Ehren von Willi Ostermann als höchste Auszeichnung im Kölner Karneval ins Leben gerufen".

Und was sagen Sie zu der Auszeichnung "Nase des Monats"?

Ludwig Sebus: "Ich fühle mich sehr geehrt, schließlich zählen bereits Größen wie die BLÄCK FÖÖSS oder die ´Doof Nuss´ Hans Hachenberg zu den Preisträgern. Das wunderbare Bild wird auf jeden Fall einen Ehren-Platz in meinem Museum bekommen".

Was würden Sie jungen Nachwuchskünstlern im Kölner Karneval raten?

Ludwig Sebus: "Fühlt Euch nie wie etwas Besonderes, denn dann hört Ihr auf etwas Besonderes zu sein".


Wie alle vorangegangen Preisträger erhielt Ludwig Sebus ein eigens von Dirk "Rollo" Jochmann entworfenes Kunstwerk, was den Sänger vor dem Kölner Dom zeigt. Die Laudatio hielt Dr. Joachim Wüst und die Moderation lag in den bewährten Händen von Lukas Wachten.









Foto: Ludwig Sebus, der Mann im roten Frack, oder in der Uniform der Roten Funken - er macht seit fast 60 Jahren eine gute Figur als Sänger und als Charmeur der Alten Schule. Für sein Lebenswerk wurde er von "alaaaf.de" mit der "Nase des Monats" geehrt (c)Daniela Decker & Annette Quast

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